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Die Hackepetra groovt so schön
Von Susanne PlecherIm Juli gibt es wieder ein Festival der elektronischen Musik in Stroga – erstmalig mit einem Podium für Newcomer.
Mathias Weidelhofer, Marc Hitschke, Mario Duadi und Tino Mohlek (von links) sind die Macher hinter den Kulissen des Stroga-Festivals. 2011 tanzten 800 Leute zu den elektronischen Beats in der alten Schälerei. Festivalmaskottchen Kuh Hackepetra (mi) ist seit 2010 dabei. Foto: K.-D. Brühl
Ganz normal ist diese Kuh nicht. Ein Lautsprecher dröhnt ihr im Gedärm, die Augen hat sie wild verdreht. Hackepetra ist ihr Name, seit zwei Jahren ist sie das Maskottchen des Sommerfestivals in Stroga. Dessen Macher stecken schon wieder eifrig in den Vorbereitungen für die diesjährige Sause.
Die ersten einhundert Tickets sind schon unters Volk gebracht. Sechs- bis siebenhundert sollen noch folgen. Geht alles nach Plan, werden etwa 80 Künstler auf vier Bühnen die Anhänger der elektronischen Musik beglücken. Die ersten Buchungen hatte Marc Hitschke schon kurz nach dem letzten Festival im Sommer 2011 im Kasten. „Früher Vogel fängt den Wurm. Je eher man anfängt, um so besser die Künstler und die Konditionen, die man aushandeln kann“, sagt der 30-jährige Konditor. Er und seine drei Mitstreiter stammen aus Stroga, Wildenhain, Frauenhain und organisieren das Sommerfestival nun schon zum achten Mal. „Angefangen hat das als private Sommerparty“, so Mario Duadi, der sich um den Internetauftritt und die Werbung kümmert. Aber die Resonanz sei so enorm und der Vorbereitungsaufwand irgendwann so groß geworden, dass sie sich 2008 dazu entschlossen hatten, aus der Eintagsparty ein dreitägiges Musikfest zu machen. Und das kommt an.
800 Leute konnten die vier jungen Männer im letzten Sommer von ihrem Programm, dem Line-up, überzeugen. 50 von denen bauten auf einer großen Wiese im hinteren Teil des Schälerei-Geländes Zelte auf.
Und die Anwohner? Was in Stroga passiert, ist mehr als friedliche Koexistenz. „Wir besuchen alle Dorfbewohner zwei Wochen vor dem Festival persönlich und laden sie ein“, sagt Veranstaltungstechniker Mathias Weidelhofer. „Der Eintritt ist für sie frei.“ Einige Strogaer helfen sogar als freiwillige und ehrenamtliche Parkeinweiser, Ordnungskräfte, Essen- und Getränkeverkäufer bei der Durchführung des Festes. An seiner Planung können sie sich schon jetzt beteiligen. „Eine Hand wäscht die andere“, verrät Landwirt Tino Mohlek. Denn wenn im Sommer die Sonnenwendfeier in Stroga begangen wird, steuern die Festivalmacher Licht und Ton bei. „Das ist ein Geben und Nehmen, das ist gut so“, sagt er.
Doch jetzt heißt es erst einmal klotzen. Die Vorbereitungen gehen in die heiße Phase. Die Festivalseite im Internet muss gepflegt werden, Videos, Bilder und Neuheiten sollen eingestellt werden. 20 000 Flyer, Poster und Plakate gehen in den Druck. Wer genau auftreten wird, ist noch geheim. Aber für eine Mischung aus lokal und überregional bekannten Künstlern ist gesorgt. Auch unbekannte Musiker bekommen eine Chance.
Newcomer sind willkommen
„Bands und DJs, die in den verschiedenen elektronischen Musikrichtungen aktiv sind, können sich bis März auf unserer Homepage bewerben“, sagt Marc Hitschke. Bisher sind schon 30 Zuschriften aus ganz Deutschland eingegangen, Berliner, Kölner, Hamburger seien darunter. Die werden sich über Hackepetra freuen. Und über ihre Verstärkung: Seit 2011 leistet ihr die Schnecke Beatbeate Gesellschaft. Die ist auch nicht ganz normal.
Das Stroga-Festival findet vom 6. bis 8. Juli statt. Tickets können wieder ab 1. Februar (19 Euro) auf der website oder in den Indigo-Läden in Großenhain, Riesa und Meißen erworben werden.
Quelle: Sächsiche Zeitung - 05.01.2012








